Vom Zweifel, der Hoffnung und dem Vertrauen
- Cory

- 23. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Februar 2026
Die Welt kann sich manchmal, und für viele auch oft, sehr schwer anfühlen. Zu schwer. Zu eng. Zu schmerzvoll. Dabei ist es vielleicht der eigene kleine Kosmos und gleichermaßen die Welt auf globaler Ebene. Und beides wirkt aufeinander ein. Da ist es sehr normal, dass Gedanken des Zweifelns, der Angst und Sorgen uns umfassen. Sie können leicht so viel Raum einnehmen, dass das Gefühl entstehen kann, nicht mehr atmen zu können und unter der Last einzuknicken.
Genau dann versuchen wir nach Lösungen zu ringen, Wege zu erkennen und Gründe für alles zu finden. Wir versuchen aufrecht zu bleiben, die Last ein bisschen besser zu verteilen, durchzuatmen und den Tag mit neuem Mut zu begegnen. Vielleicht gibt es etwas, das uns Hoffnung macht. Wir halten an ihr fest, auf dass sie uns neue Kraft schenken möge.
Nicht leichtfertig aufzugeben ist eine Tugend. Und doch kann uns diese manchmal fehlleiten und uns dazu bringen, zu lange, zu sehr festzuhalten. Zu lange versuchen durchzuhalten und uns dabei vielleicht sogar ein Stück weit zu verlieren. Wir müssen doch nur lange genug stark genug sein bis...
Oft gibt es dieses 'bis' nicht. Und manchmal müssen die Knie nachgeben dürfen. Wir dürfen dem Gewicht nachgeben, besonders wenn wir es schon lange halten. Unsere Knie dürfen den Boden berühren. Unsere Hände dürfen folgen. Denn manchmal gilt es gefühlt alles fallen zu lassen.
Es kommt der Zeitpunkt, an dem wir - oft unter großem Schmerz und Widerstand - dazu aufgerufen werden, loszulassen und uns tragen zu lassen. Und genau hier beginnt Prüfung und Einladung: den Raum für das Vertrauen zu öffnen. Tiefem Vertrauen, dass nur ohne Kontrolle möglich ist, ohne Garantie, ohne Versprechen, ohne jegliche Sicherheit. Und auch wenn es paradox klingen mag, entsteht genau hier der Raum für wahre Sicherheit. Hier, auf dem Boden, vielleicht mit heißen Tränen, die zur Erde fallen, wo es keine Antworten gibt, keine Logik. Hier, in völliger Aufgabe, in Schmerz und Zweifel liegt die Tür zur Hingabe. Und hier werden wir gefragt, ob wir bereit sind zu vertrauen.
Von Herzen,Cory




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